2026-07-25 Alpintour Mättenberg 3104m

Tourinfos

Tour: Alpintour
Gipfel: Mättenberg 3104m
Datum der Tour: 25. Juli 2026
Schwierigkeit: T6
Wegpunkte: 
Teilnehmer: Dominik, Olli

Bericht

Den Mättenberg kennt keiner mit Namen, weil er neben seinen berühmten Brüdern etwas untergeht, dabei ist er doch von Grindelwald aus gesehen überaus dominant, selbst aus dem Eisenbahnfenster entlang des Thunersees kann man ihn gut erkennen. Allein schon deshalb ein Grund, ihn zu besteigen. Wenn er dann auch noch als steil, weglos und anspruchsvoll geschildert wird, dann juckt es mich erst recht!

Von Grindelwald aus folgten wir dem Bergweg zur Bäregghütte, wo wir uns ein Käffeli genehmigten und die Schlafsachen deponierten. Wir planten dort eine Übernachtung in der Hoffnung, dass das unbeständige Wetter hält und am Sonntag nochmals eine (kleine) Wanderung zulässt. Gleich hinter der Hütte geht es steil und "fadegrad" den Grashang hoch. Die Steilstufe bei knapp 2500m quert man auf Pfadspuren (ein paar Steinmännli hats auch) und kommt in einen Geröllkessel, welchen man in einem Linksbogen hochsteigt. Die Schlüsselstelle ist eine Felsstufe auf 3000m, welche man auf einem Band nach links zu einem alten Fixseil hin und dann im 2-3. Grad erklettert. Im oberen Teil hat es ein paar Schlingen mit Maillot, welche man zum Abseilen benutzen kann. Wir wussten davon nichts (ist nirgends in öffentlich zugänglichen Quellen dokumentiert), sodass wir kein Seil dabei hatten und alles frei auf- wie abkletterten. Danach auf Geröll und im Gipfelbereich Platten zum höchsten Punkt. Die Markierungsstange passierten wir nicht, da wir um den Gipfelkopf herum gingen, ein direkter Aufstieg wäre auf diesem Weg gemäss Tourenbeschreibungen im Internet auch möglich.

Abstieg analog Aufstieg, wobei wir in der Felsstufe unterhalb der Abseilstelle 5m geknotete Reepschnur zum Festhalten hinterliessen. Feel free to use! Der Abstieg war entgegen der Befürchtungen wesentlich weniger heikel, das Gelände lässt sich gut lesen und so kamen wir, im unteren Teil eher nordseitig auf den Schrofen haltend, zügig zur Bäreghütte, wo wir auf die gelungene Tour anstiessen und den Rest des Tages gemütlich ausklingen liessen.

Leider war das Wetter am Sonntag gar nicht mehr gut, wir schafften knapp die Hälfte des Rückwegs trocken zu bleiben, bevor uns der Regen einholte.

 

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